In dem Slumsviertel Madoya hat Sr. Lydia begonnen, für die Straßenkinder (etwa 200 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 14 Jahren) eine so genannte Vorschule zu organisieren. Denn Bildung ist der beste Weg für sie. Sie packt das Problem an der Wurzel und hilft ihnen, sich in jeder Hinsicht weiterzuentwickeln.
Es ist notwendig, diese Straßenkinder zu betreuen und vorzubereiten, damit sie eine öffentliche Schule besuchen können. Es geht auch um die Finanzierung der Straßenkinder, damit sie diese Vorschule besuchen können. Außerdem wird in der Vorschule auch täglich ein einfaches Mittagessen ausgegeben. Wenn sie die Reife erlangt haben und die öffentliche Schule besuchen können, benötigen sie Schulkleidung, Schulgeld und Schulmaterialien.
Kurz nach dem Projektbesuch von Caritas-Auslandsreferent Peter Quendler von 11. bis 13. November 2006 kam es am 22. November 2006 zu einer Hochwasserkatastrophe. Viele Teile des Landes waren davon betroffen. Viele Menschen haben ihr Heim und ihren Besitz verloren.
Auch die Vorschule St. Martin/Madoya in Ngei wurde von der Flut getroffen. Das ganze Gelände wurde mit Wasser und Müll aus der Umgebung überschwemmt. Das Schulgelände wurde zu einem Brutplatz für Moskitos. Das Wasser hat alle Klassenräume von der 1. bis zur 8. Klasse, Unterrichtsmittel, Bücher und Nahrungsmittel zerstört und die Kinder vertrieben.
Der Wiederaufbau der Schule ist bereits im Gang, denn ohne die Schule müssten die Kinder zurück auf die Straßen und Müllhalden, wo sie der Gefahr von Krankheiten und Missbrauch (sexuell oder als Arbeitskräfte) ausgesetzt sind. Manche Kinder werden zu Drogenhandel und Diebstahl gezwungen. Sie wandern umher und suchen auf den Müllhalden nach Nahrung. Sie führen ein Leben, das man sich überhaupt nicht vorstellen kann.
Die Kinder, die sehr benachteiligt sind, strengen sich umso mehr an, ihr Ziel zu erreichen.
Die Dienste, die St. Martin/Madoya anbietet, sind: Rehabilitation für Straßenkinder, Unterricht bzw. Vorbereitungsunterricht, gesunde Ernährung, Erziehung und Beratung, medizinische Versorgung, Hausbesuche und spirituelle Begleitung. Das hat das Leben dieser ehemaligen Straßenkinder drastisch verändert. Sie haben ihr Selbstwertgefühl und ihre Würde wieder gefunden. Sie entwickeln Hoffnung für die Zukunft. Sie haben ein großartiges Potential und Lerneifer. Sie begreifen, dass sie nicht schlechter sind als die Kinder von “besseren” Eltern.
Ausführlichere Informationen zu unserem Projekt gibts auf http://www.caritas-kaernten.at/index.php/hilfeweltweit/C171/634
Spendenkonto:
Raiffeisenlandesbank Kärnten
Kontonummer 1003508, BLZ 39000
Kennwort "Schule Kenia"