In Afrika, Lateinamerika und Asien leben eine Milliarde Menschen in absoluter Armut. Ihre Not wird durch Klimaextreme wie Dürre, Wirbelstürme und Hochwasser akut verschärft. Langfristige Arbeit, um die Armut zu bekämpfen wird durch den Klimawandel zunichte gemacht.
Doch die Entwicklungsländer haben am wenigsten zu dessen Entstehung beigetragen – jede Österreicherin und jeder Österreicher verursachen jährlich 11 Tonnen CO2 und damit die 110 fache-Menge wie ein Mensch in Äthiopien!
Derzeit verhandelt Österreich mit anderen UN-Staaten über ein globales Klimaabkommen, das dem Kyoto-Protokoll nachfolgen soll und auf der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 beschlossen wird. Dieses muss wirksame Vorkehrungen treffen, um den weltweiten Klimawandel zu bremsen und seine unvermeidbare Auswirkungen abzufedern. Dabei müssen die Lebensgrundlagen der Menschen in den ärmsten Regionen der Welt oberste Priorität haben.
Die internationale Kampagne „Armut und Klimagerechtigkeit“ fordert, dass in diesem Abkommen klar festgelegt wird, dass
- die Industriestaaten bis 2020 ihre Treibhausgas-Emissionen um 40% kürzen
- die ärmsten Länder ausreichend finanzielle und technologische Unterstützung bekommen, um mit den schädlichen Folgen des Klimawandels umzugehen.
In Entwicklungsländern passen sich Menschen jeden Tag an den Klimawandel an. Zum Beispiel, indem sie zusätzliche Strecken für Wasser zurücklegen, weil die Brunnen austrocknen, oder weil sie auf dürreresistente Anbauprodukte umsteigen müssen. Regierungen versuchen, die Infrastrukturen „klimafest“ zu machen, oder investieren in Schutz- oder Frühwarnsysteme, um die am meisten gefährdeten Bevölkerungsschichten zu schützen. Dafür ist ausreichend finanzielle Unterstützung notwendig.
Willst Du mehr tun?
Du kannst Dein persönliches Verhalten der Umwelt gegenüber ändern oder politisch aktiv werden!
Mehr dazu unter
www.klimafairbessern.koo.at